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Vom Klärschlamm zur Energie

Wir machen aus Klärschlamm einen verwertbaren Energieträger: erst eindicken, dann entwässern, dann thermisch verwerten. Gleichzeitig reinigen wir die Abluft und nutzen zurückgewonnene Wärme im Betrieb weiter.

In der Schlammbehandlung wird der Klärschlamm aus der ARA Basel und der ARA Industrie gemeinsam weiterbehandelt. Zuerst werden die Schlämme in den Eindickern aufkonzentriert, indem man sie absetzen lässt. Einen weiteren Teil des Wassers entfernten Zentrifugen aus dem Schlamm, damit beim Verbrennungsprozess weniger Wasser verdampft werden muss. Das bei der Aufkonzentrierung anfallende Wasser wird wieder ins Vorklärbecken zurückgepumpt. Anschliessend wird der Dickschlamm in einem der drei Wirbelschichtöfen der Verbrennungsanlage thermisch verwertet. Die entstehenden Rauchgase werden gewaschen und abgekühlt, wobei zurückgewonnene Wärme weiterverwendet wird. Die anfallende Asche wird der Deponie zugeführt. Über den Kamin gelangt die gereinigte Abluft in die Atmosphäre.

Vorentwässerung

Der bei der Abwasserreinigung anfallende Schlamm wird zwischengelagert und in der Vorentwässerung weiterbehandelt. Die Schlammsiebung entfernt Fremdstoffe und führt diese der Schlammverbrennung zu. Dem Schlamm wird anschliessend ein Teil des Wassers entzogen. Das dabei entstehende Zentrat kehrt zurück in die Kläranlage und integriert sich erneut in den Reinigungsprozess. Der eingedickte Schlamm gelangt danach in die Faulung.

Strainpress  
Lochgrösse 3 mm
Seihtisch  
Eindickung auf 6% TS-Gehalt

Faulung/Gasaufbereitung

In der Faulung wird der Schlamm unter Luftausschluss, also ohne Sauerstoff (anaerob), bei rund 35–40 Grad Celsius (mesophil) biologisch abgebaut. Dabei entstehen Kohlendioxid und Methan. Das dabei entstehende Faulgas wird gesammelt, aufbereitet und zu Biogas veredelt, das anschliessend in das Erdgasnetz eingespeist wird.

Der ausgefaulte Schlamm wird anschliessend im Schlammstapel zwischengelagert und danach entwässert. Der entwässerte Schlamm gelangt in die Schlammverbrennung. Das bei der Faulung und anschliessenden Entwässerung anfallende Faulprozesswasser kommt anschliessend in die Prozesswasserbehandlung.

4 Faultürme und 1 Schlammstapel
je max. 4200 m3
Temperatur im Faulturm ca. 35–36°C
Faulgas: Methangehalt  ca. 64%
Gasaufbereitung
mittels Membranverfahren
 
Durchsatz 300–600 Nm3/h
Biogas: Methangehalt > 96%

Verbrennung mit Aschebecken

Der Schlamm wird über Zentrifugen weiter eingedickt und in der Verbrennungsanlage in einem der drei Wirbelschichtöfen thermisch verwertet. Die Anlage reinigt und kühlt die entstehenden Rauchgase, gewinnt dabei einen Teil der Wärme zurück und nutzt sie weiter. Die anfallende Asche wird deponiert. Die gereinigte Abluft wird über den Kamin in die Atmosphäre abgegeben.

3 Wirbelschichtöfen  
Kapazität je Ofen 3000 kg TS/h