Unser Weg bis heute
Die Geschichte der ProRheno AG ist eng mit der Entwicklung der Abwasserreinigung in der Region Basel verbunden. Seit den Anfängen prägen technische Innovationen, neue gesetzliche Anforderungen und der stetige Ausbau der Anlage unseren Weg. Entdecken Sie die wichtigsten Meilensteine von den ersten Planungen über entscheidende Erweiterungen bis zu den heutigen Lösungen für eine moderne, nachhaltige Abwasserreinigung.
Januar 2026
Die Mitarbeitenden fangen an, den ersten von insgesamt vier neuen Schlammfaulungstürmen zu befüllen. Das Ziel ist die Faulung des Schlamms zur Gewinnung von Biogas. Die Biogas-Produktion ermöglicht es einer Kläranlage, sich wirtschaftlich und energetisch zu optimieren. Am 26. Januar 2026 erfolgt die erste Einspeisung von Biogas ins Netz.
Juli 2025
Inbetriebnahme der 4. Reinigungsstufe – der Eliminierung von Mikroverunreinigungen – bestehend aus Ozonreaktor, Pulveraktivkohle (PAK) und nachgeschaltetem Sandfilter.
2024
Abriss des Zwischenpumpwerks – bis Oktober 2024 der letzte aktive Anlagenteil der «alten» ARA Basel.
2023
Inbetriebnahme des ersten Sequencing-Batch-Reaktors (SBR). In Zuge dessen erfolgt am 7. März 2023 der letzte Sauerstoffbezug und die Freigabe zur Reinigung der alten Biologie der ARA Basel.
2022
Inbetriebnahme der ersten Linie der neuen mechanischen Stufe des Projekts Erweiterung der ARA Basel (EABA) sowie Freigabe zum Rückbau der alten mechanischen Stufe.
2020
Aufgrund der Corona-Pandemie betreibt eine reduzierte Mannschaft ProRheno vor Ort weiter. Diese Phase dauert bis zum 13. Mai 2020. Zusätzlich wird in diesem Jahr die technische Anbindung der ARA Chemie an die neue ARA Basel (Synergie) geprüft.
2019
Am 23. Januar 2019 erfolgt der Spatenstich für das Bauprojekt EABA.
2018
Das Bauprojekt EABA wird vom Grossen Rat und Landrat einstimmig angenommen. Im gleichen Jahr erfolgt die Baubewilligung.
2013
Zustimmung der Regierungsräte Basel-Stadt und Basel-Landschaft, des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), des Grossen Rats (Grossen Rats) sowie des Landrats (Landrats) zur Projektierung des Projekts EABA.
2011
2011 erfolgt der Start der Planungsarbeiten im Projekt EABA. Im gleichen Jahr wird im Dezember die Einleitung des Industrieabwassers aus Huningue in die ARA Chemie realisiert.
2009
Da trotz der Wärmeabgabe an IWB noch immer Überschusswärme vorhanden ist, wird der bestehende Wärmeverbund erweitert. So wird ein Teil der Wärme im Sommer in Kälte für das benachbarte Einkaufszentrum umgewandelt.
Im gleichen Jahr startet ProRheno mit den Vorbereitungsarbeiten zum Projekt EABA.
2008
2008 erfolgt der Grundsatzentscheid für die Erweiterung der ARA Basel mit einer Reinigungsstufe zur Reduktion von Mikroverunreinigungen und der Aufrüstung der Anlage mit einer Stickstoffelimination.
2004
Da bei Starkregenereignissen nicht die gesamte Abwassermenge in der ARA Basel behandelt werden kann, beginnt ProRheno die Projektierung eines Regen- und Havarierückhaltebeckens (MIHABE). Der Spatenstich erfolgt am 8. Februar 2007 und das Becken kann am 23. April 2008 eingeweiht werden.
2001
Da die Schweiz den Ausstieg aus der Verwertung des Klärschlamms in der Landwirtschaft beschloss, beginnt ProRheno die Planung einer Schlammannahmestelle zur Verbrennung von externem Klärschlamm. Die erste Lieferung von externem Klärschlamm erfolgt im Mai 2003.
Um einen Teil des Energieverbrauchs zu decken, wird im Oktober eine Solarstromanlage auf dem Dach des Rechen-/Sandfanggebäudes installiert.
1998
Um die Abwärme der Schlammverbrennung zu nutzen, beginnt ProRheno mit dem Erarbeiten der Grundlagen für einen Wärmeverbund mit IWB. Seit Ende 1999 wird die Wärme abgegeben.
1997
Am 23. Juni 1997 wird die Pro Rheno Betriebs AG zur ProRheno AG.
1994
1994 erfolgt die erste Etappe zur Reduktion der Stickoxidreinigung im Rauchgas. Bis 1996 werden alle Öfen angeschlossen.
1992
Um die Feststoffe im Ablauf der ARA Chemie zu reduzieren, wird die Anlage um eine Flotation zur Reduktion der gesamten ungelösten Stoffe (GUS-Flotation) erweitert.
1987
Da die Kapazität der Schlammverbrennung an ihre Grenze kommt, wird mit der Planung eines dritten Ofens begonnen. Der zusätzliche Ofen geht dann im Mai 1990 in Betrieb.
1986
Um für Notfallsituationen gerüstet zu sein, wird die Schlammbehandlung um eine Annahme- und Abgabestelle erweitert.
1982
1982 werden die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Basel für die kommunalen Abwässer, die ARA Chemie für die industriellen Abwässer und die Verbrennungsanlage für die Klärschlämme der beiden Kläranlagen eingeweiht und in Betrieb genommen.
- 28. Juni 1982: erstmals Zuleitung Abwasser in die ARA Chemie
- 19. Oktober 1982: erstmals Schlamm verbrannt
- 9. Dezember 1982: erstmals Zuleitung Abwasser zur ARA Basel
1981
1981 baut Basel alle neuen Zuleitungskanäle für die Stadt Basel und ihre Vorortsgemeinden.
Die Abteilung Stadtentwässerung des Tiefbauamts plant, projiziert, baut und erhält das Kanalnetz der Stadt Basel. Sie stellt so sicher, dass die Abwässer sicher und schadenfrei zur ARA Basel abgeleitet werden.
1979
1979 beschliesst der Grosse Rat den gemeinsamen Betrieb der Abwasserreinigungsanlage durch die Pro Rheno Betriebs AG. Der Landratsbeschluss folgt 1980, und so kann die Pro Rheno Betriebs AG Ende 1980 gegründet werden.
1974
1974 unterzeichnen die Vertreterinnen und Vertreter der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie der Firmen Ciba-Geigy, Sandoz und Roche einen Konsortialvertrag zur gemeinsamen Durchführung von Gewässerschutzmassnahmen. Die Pro Rheno AG wird gegründet und mit der Projektierung und dem Bau der Anlage beauftragt.
1973
1973 wird in Kleinhüningen auf dem ehemaligen Gaswerkareal, das nach der Umsetzung der Rheintal-Erdgasleitung ungenutzt blieb, die Planung und der Bau der Kläranlage sowie der erforderlichen Zuleitungskanäle in Angriff genommen.
1963
1963 unterzeichnen die Schweiz, die damalige Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande eine internationale Vereinbarung zum Schutz des Rheins unterhalb des Bodensees (IKSR). In dieser Zeit beschliesst die Basler Regierung die Schaffung des Gewässerschutzamtes, des heutigen Amts für Umwelt und Energie. Dieses Amt sucht als eine seiner ersten Aufgaben nach Lösungen für die Abwasserreinigung in Basel. Es prüft geeignete Standorte sowohl im benachbarten Ausland (Frankreich und Deutschland) als auch in der Stadt selbst.
1896
1896 stimmt der Basler Souverän dem Kanalisationsgesetz zu, welches den Anschluss sämtlicher Häuser an die Kanalisation vorschreibt. Sukzessive wird anschliessend ein unterirdisches Kanalisationsnetz aufgebaut, das sämtliche Abwässer sammelt und in den Rhein leitet.
1800
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts ist Basel praktisch ohne Kanalisation. Abwasser fliesst direkt in den Birsig und den Rhein, versickert teilweise und verseucht das Grundwasser. So kommt es immer wieder zu gefährlichen Krankheiten. Epidemien wie Cholera und Typhus sind die Folge und führen zeitweise zu Hunderten von Todesfällen. Verbesserungen sind also dringend nötig.